Die Krise ist die beste Zeit, um in Bildung und Forschung zu investieren. Einen Satz, den man zwar nun von jedem/-r Experten/-in hören kann, der aber in Österreich offensichtlich nicht ernst genommen wird. Denn bei uns passiert genau das Gegenteil (da wird wohl anti-antizyklisch gedacht und auch "gearbeitet").
Anstatt nun sinnvoller Weise mehr Geld für den tertiären Bildungssektor bereit zu stellen, wird in diesem Bereich (gerade noch nicht "zu Tode") gespart. Dies trifft insbesondere die "Erfolgsgeschichte der österreichischen Fachhochschulen" (Copyright BM Dr. Hahn), wo anstatt der am 24.9.2008 per Initiativ-Antrag im Parlament festgelegten Valorisierung von 34 % jetzt nur mehr 13,7% diskutiert werden.
Haben da die Nationalratsabgeordneten, die das beschlossen haben, einfach vergessen, was denn beabsichtigt wurde?
Nämlich, den FH's nach über 15 Jahren den realen Wertverlust der Bundesbeiträge von über 50% endlich zumindest mit 34 % auszugleichen.
Wirkt sich möglicherweise die Raumstruktur oder sonst ein Kriterium im Plenarsaal des Parlaments negativ auf die Erinnerungsfähigkeit der Nationalratsabgeordneten aus? (wäre u.U. auch ein - wenn auch wenig interessantes - Forschungsthema, für das derzeit kein Geld da ist). Sonst kann es ja nicht sein, dass niemand mehr dieses Thema angreift, oder?
Aber es kommt noch schlimmer: nicht nur, dass aus 34% nunmehr 13,7% werden sollen, nein, auch die 13,7% sollen nochmals unter Anwendung einer sogenannten "Flex-Regelung", die derzeit vom bmwf unter Verschluss gehalten wird, eingekürzt werden, sozusagen die "flexible Reduktion der viel zu niedrigen Valorisierung". Na, wenn das kein kreatives "über den Tisch ziehen ist!"
Ich kann dazu nur sagen (ohne jemanden kopieren zu wollen, aber der Satz passt einfach): ES REICHT!!!
Liebe Blog-LeserInnen, Studierende, AbsloventInnen, ForscherInnen, Bildungs-Interessierte, BildungspolitkerInnen, Wirtschaftstreibende, etc. etc., ich darf euch alle hier um eure Unterstützung bitten, uns in diesem Begehr zu unterstützen!!!
Die Formel dafür ist einfach: 34 % Valorisierung für die österreichischen Fachhochschulen - ohne Wenn und Aber
....und dies ist letztendlich zum Wohle der gesamten Gesellschaft, für die sich Bildungsinvestitionen immer rechnen....DANKE!!

2 Comments
wenn in der vielzahl an unterstützungsaufrufen von allen seiten nun einer kommt, den ich (100-34)% inhaltlich verstehe, dem ich (100-13,7)% beipflichte und (ha!) von dem ich auch noch 100% betroffen bin - bleibt nur noch die frage: gibt es konkrete wege zur unterstützung?
hallo gregor, wesentlich wird sein, dass jede/-r in seinem/ihrem umfeld, v.a. wo es kontakte zu politischen vertreterInnen und stakeholdern gibt, diese information bzw. diese forderungen weitergibt und um unterstützung wirbt...
und es soll auch ein klares signal sein, dass über DREISIG TAUSEND studierende, lehrende und mitarbeiterInnen nicht so abspeisen lassen werden...
lg